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2015-11-30 0 1059

You can’t manage what you don’t measure

Es ist fast schon eine Binsenweisheit – dass man nur das managen kann, was man auch misst. Das Komische daran: Obwohl dies bekannt und hinlänglich nachgewiesen ist, halten sich viele Unternehmen und Projekte nicht daran. Mit fatalen Konsequenzen.

 

Wissen, was getan werden muss

Nicht nur in Krisen- und Turnaround-Situationen, sondern auch in „gesunden“ Situationen ist in vielen Unternehmen im Sinne von laufenden Prozessen bzw. Projektaktivitäten nicht transparent, was man erreicht hat, was aktuell passiert, welche Fortschritte das Projekt macht, wie die laufenden Lieferaktivitäten einer bestimmten Einheit aussehen. Ganz zu schweigen von Prozesskosten und Prozesseffizienz, die ebenfalls nicht überwacht und gemessen werden.

KPI (Key Performance Index) oder Dashboards sind die dazugehörigen Methoden bzw. Instrumente dafür. Ich fasse sie gerne unter dem Begriff „Optics“ zusammen, weil sie Dinge sichtbar machen. Wer sie anwendet, hat gleich dreimal etwas davon:

  • Man sieht und versteht, wie es um das Projekt oder die Liefersituation bestellt ist – jenseits einer auf Rot, Grün oder Gelb stehenden Projektampel.
  • Aus den Ergebnissen der „Optics“ lassen sich Maßnahmen ableiten, die das, was da möglicherweise in Schieflage geraten ist, wieder auf die richtige Bahn setzen.
  • Die Ergebnisse dieser Maßnahmen lassen sich ebenfalls messen und dadurch sichtbar machen – das ist entscheidend, um herauszufinden, ob die aufgesetzten Maßnahmen auch zu dem gewünschten Ergebnis führen.

 

Ungenutztes Verbesserungspotenzial

In vielen Projekten und Liefersituationen finde ich zwar durchaus die Situation vor, dass KPI und Dashboards definiert sind und auch dargestellt werden – das heißt aber nicht, dass damit schon automatisch alles gut ist. Denn oft sind die falschen KPI etabliert – oder die Zahlenwerke werden falsch betrachtet bzw. interpretiert. Wichtig es hier, die jeweiligen „Optics“ entsprechend zu adjustieren, damit das Unternehmen genau die „Optics“ bekommt, die es braucht und die es ermöglichen, beispielsweise die Schieflage noch besser zu verstehen, sie transparenter zu machen, korrekt zu messen und natürlich auch die entsprechenden Maßnahmen abzuleiten und die (erwarteten) Ergebnisse messbar und sichtbar zu machen.

Denn Fakt ist: Wer nicht erfasst, was er tut, wird immer nur ins Blaue hinein wirtschaften und – was noch viel schlimmer ist – jegliches Verbesserungspotenzial vergeuden.

 

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