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2017-09-08 0 27

Wenn du eine Chance bekommst, greife sie am Schopf!

Hattest Du schon einmal im Leben eine Riesenchance, warst zur richtigen Zeit am richtigen Ort – bist dann aber nicht den nächsten Schritt gegangen und die Option war dahin? So ist es mir vor vielen Jahren auch fast einmal gegangen. Zum Glück habe ich im letzten Moment das ruder herumgerissen – und profitiere heute noch davon. Von diesem Thema handelt meine Geschichte der Woche. 

 

GESCHICHTE DER WOCHE

Meine Reise nach New York – oder wie ein einzelnes Gespräch mein Leben veränderte

Hotelsuite Bild

Damals, mit ungefähr 25 Jahren, war ich ein kleines Licht in einem großen Konzern. Schüchtern, zurückhaltend an vielen Stellen, und Selbstvertrauen konnte ich nicht mal buchstabieren. Mein Traum war es, im entfernteren Ausland zu arbeiten. Amerika, Kanada oder Dubai standen auf der Liste. Ich hatte kein Studium, nur eine ordinäre Banklehre. Weiterbildung war mir zwar wichtig, aber Zertifikate waren nicht mein Ding. Neun Jahre Berufserfahrung hatte ich als Azubi, Trainee, Entwickler und Teilprojektleiter auf dem Zettel und Englisch konnte ich ganz passabel. Nach meinem Verständnis waren das nicht die besten Voraussetzungen. Und dehsalb genau die besten Voraussetzungen, um einen Sprung zu wagen.

In dieser Situation wurde mein Chef nach New York City versetzt, um dort die IT zu leiten. War das eine dieser Optionen, eine dieser Möglichkeiten, die ich beim Schopf packen sollte? Dieser Vorgesetzte hatte mich nicht groß auf dem Zettel, sprich, ich war zwar bekannt bei ihm, aber nicht mit einer Nachhaltigkeit, die mir Mut machte, auf ihn zuzugehen.

Ich haderte mit mir. Sollte ich ihn ansprechen und meine Wünsche, Träume und Ziele mit ihm teilen? Die Zeit strich ins Land, ein Gefühl wie im Wartezimmer eines Zahnarztes oder wie vor einer Klassenarbeit - und der Tag des Abschieds rückte unaufhaltsam näher. Zwei Tage vor seinem letzten Tag fasste ich mir endlich ein Herz und bat bei seiner Sekretärin um einen Termin. In der Annahme, dass er so kurz vor seinem Weggang ohnehin keine Zeit mehr haben würde, malte ich mir keine großen Chancen aus. Und war sehr überrascht, als genau das Gegenteil eintrat. Ich bekam ohne Rückfrage, worum es denn ginge, einen 30-minütigen Termin bei ihm. Ich machte mir fast in die Hosen. Mal wieder umsonst: Er empfing mich empathisch und offen, dockte auf Augenhöhe an mich an und gab mir schon in den ersten Minuten ein Gefühl der Sicherheit und fragte mich freundlich nach meinem Anliegen. 
 
Mit zitternder Stimme beschrieb ich meinen Wunsch, ehrlich, offen und ohne Maske. Mein Traum war es, nach vielen Urlauben mit meiner Mutter in den USA zu arbeiten. Er ginge doch nach New York. Ober er eine Möglichkeit sehe, mich dort einzusetzen. 

Nach einigen Fragen zu meiner Substanz und Erfahrung, sagte er: „Kontaktieren Sie mich in drei Monaten, dann habe ich mich dort orientiert und mir einen Überblick verschafft und wir können schauen, welche Optionen es für Sie gibt.“

Du kannst Dir nicht vorstellen wie es mir ging, als ich die Tür zu seinem Büro hinter mir geschlossen hatte. Die Energie in mir war unbeschreiblich. Mut zu fassen und das Herz in die Hand zu nehmen, hatte sich bis hierher schon gelohnt.

Auf den Tag genau drei Monate später hatte ich mit ihm einen telefonischen Termin ausgemacht. Und Du kannst Dir nicht vorstellen – nach zehn Minuten Telefonat lief ich schreiend durchs Wohnzimmer! Ich hatte ein Jobangebot … in New York …. und weitere drei Monate später war ich da!

Dies war der Beginn einer dreijährigen wunderbaren Zeit in einer der pulsierendsten Städte der Welt und der Beginn einer langen Reise in viele Länder und Projekte auf dem ganzen Globus, eine Reise zu mir selbst und in andere Kulturen.

Wäre mir diese Möglichkeit damals nicht eröffnet worden bzw. hätte ich nicht den Mut gefasst, eine mögliche Option beim Schopfe zu packen, wären viele Momente nicht entstanden und mein Leben hätte eine andere Wendung genommen.

Was habe ich daraus gelernt?

  1. Begegne als Chef Deinen Mitarbeitern, egal in welcher Hierarchie, auf Augenhöhe, zeige Respekt und Empathie. Es war eine meiner schönsten Erfahrungen damals, die ich versuche, in allen Bereichen weiterzugeben.
  2. Trau Dich! Nutze die Chancen, die sich Dir bieten. Das Leben geht weiter, der Kopf bleibt dran. Reinhold Messner hat in einem seiner Vorträge den Satz geprägt: „Wenn Du es nicht probierst, kannst Du noch nicht mal scheitern.“
  3. Versuche, anderen Menschen Optionen und Chancen, die sie aktiv ergreifen, auch zu ermöglichen. Wenn Du Leidenschaft spürst, Ziele, Visionen, eine Berufung, dann setze Dich dafür ein, der jungen Generation Wege zu bereiten, die Erfahrungen, Momente ermöglicht und Wege bereitet. Präge ein Leben.

Welche Wege wurden Dir bereitet? Welche Optionen hast Du genutzt? Welches Leben durftest Du schon prägen?

 

MEINE BUCHEMPFEHLUNG

Meine Geschichte in diesem Newsletter handelt von Mut und verpassten Möglichkeiten – dieses Buch beschreibt eine Veränderung, die geschehen darf und kann, wenn Mut und das Ergreifen einer Chance zu etwas führt, was für viele Sterbliche unerreichbar scheint.

Janice beschreibt mit Worten, die sich zu intensiven, zeitweise intimen Sätzen verbinden, ihre Erfahrung und Erlebnisse dieser Reise über den Atlantik. Doch ebenso stark ist ihre Reise zu sich selbst spürbar. Die Veränderung, die sie durchlebt, wird so für uns, die Leser, deutlich nachvollziehbar – und dieser Erlebnisbericht zu viel mehr, als wir anfänglich vermuten. 

Buch The Accelerated Learning Handbook

Auch wenn das Kreuzen von vielbefahrenen Schifffahrtsrouten an Spannung kaum zu überbieten ist, ist der Tiefgang an anderer Stelle deutlich tiefer als die Seetiefen, die Janice erfolgreich bewältigte. Dieses Buch ist nicht nur für die, die solch ein Wagnis eingehen wollen, sondern viel mehr für die, die die Transformation eines Menschen auf der Reise zu sich selbst spüren und greifen wollen.

Janice Jakaits Folgebuch, „Freut euch nicht zu spät – Warum das zweite Leben beginnt, wenn man begreift, dass man nur eines hat“ macht diese Transformation schon allein im Titel sichtbar und ist ebenso empfehlenswert.

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SOZIALE MOMENTE

21 Jahre nach meinem ersten Aufenthalt im Grand Canyon, konnten ich und meine Frau uns einen lang ersehnten Traum erfüllen - und zwar die Wanderung auf dem South Kahibab Trail durch den Grand Canyon. Traumhafte 22 km mit insgesamt 1.350 m Abstieg und 1.250 m Aufstieg von Sonnenaufgan bis Untergang. Eine echte Herausforderung, die sich aber wirklich gelohnt hat.

 

Letzten Freitag war wieder Workshoptime mit meiner Mastermind Gruppe. Diesmal ging es um das spannende Thema NLP - ein intensiver Einstieg. Alle drei Monate treffen sich alle Teilnehmer der Personal Brand Mastermind, um gemeinsam in spannenden Workshops neue Impulse zu bekommen, die sie in ihrem Business weiterbringen.

Mehr Informationen zur Personal Brand Mastermind findest Du hier.

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