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2014-11-05 0 719

So gewinnen Sie das Vertrauen der Stakeholder zurück

In vielen Schieflagen und Krisensituationen zeigt sich, dass etliche Stakeholder-Gruppen ihr Vertrauen in das jeweilige Projekt schon lange verloren haben. Dieses Vertrauen gilt es zurückzugewinnen – und zwar mit einem klaren Erwartungsmanagement.

 

Zweifeln der Stakeholder konstruktiv begegnen

Zu diesem Erwartungsmanagement gehören drei Dinge – die sollte ein Turnaround-Projektmanager jederzeit beherzigen:

  • Dem Stakeholder zusagen, dass man etwas Bestimmtes tun wird – Leistungen zu einem Termin liefern beispielsweise –, die Zusagen einzuhalten und dies im Nachgang auch zu reflektieren: „Ich habe Ihnen gesagt, dass ich das liefere, ich habe es geliefert und jetzt sind wir in einem besseren Zustand, als wir das vorher gewesen sind, weil ...“
  • Preframing praktizieren, das heißt, die Stakeholder auf die Dinge vorbereiten, die geschehen werden, ob sie nun gut oder schlecht sind. Das bedeutet auch, gegenüber dem Stakeholder anzukündigen, welche Qualität beispielsweise eine Liefereinheit haben wird – dann ist die eventuell unangenehme Überraschung nicht so groß und der Stakeholder mental schon darauf vorbereitet. Ausbleibende Überraschungen sind in Turnaround-Projekten ein wichtiges Gut. Wenn der Turnaround-Projektmanager es dann auch noch schafft, dem Stakeholder anzukündigen, wie es ihm mit den gelieferten Ergebnissen gehen wird – umso besser.
  • Reframing betreiben, das heißt dem Stakeholder im Nachgang erklären, warum bestimmte (Krisen-)Situationen eingetreten bzw. Handlungen erfolgt sind – immer vor dem Hintergrund, dass diese Situationen oder Handlungen als nicht konstruktiv erkannt wurden und nun in der Zukunft nicht wieder eintreten werden.

Den Erwartungen der Stakeholder klug begegnen – darum geht es also. Nur so lässt sich Vertrauen zurückgewinnen. Klar sagen, was Sache ist, was kommen wird und was nicht, welche Qualität etwas haben wird, was es beim Empfänger auslösen wird. Dieses Erwartungsmanagement lässt sich auch in einem Satz auf den Punkt bringen: „Sag, was du tun wirst, dann tue es, und dann sag, was du getan hast.“

 

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