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2017-09-25 0 70

So erhältst Du Deine Kreativität am Leben

Unsere Welt ist schnell, unsicher, komplex und vieldeutig. Nur wenn wir uns von Zeit zu Zeit erden, wieder zurück zum Ursprung kommen, unser wahres Ich sehen und erleben, können wir unsere Schaffenskraft erhalten. Was ich tue, um dies zu erreichen, kannst Du hier lesen.

 

Geschichte der Woche

Auszeit: Zeit zum Reflektieren, Lernen und einfach Pause machen

Kreativität ist nebulös und gleichzeitig faszinierend – ich wundere mich manchmal, wann die besten Eingebungen und durchschlagende Gedanken entstehen, die der Funke für Neues und Größeres sind.

Ein Muster, das ich bei vielen erfolgreichen Menschen entdeckt und auch bei mir selbst seit vielen Jahren als Gewohnheit implementiert habe, ist die Auszeit: Zeit, die es mir ermöglicht, in Stille, gepaart mit Aktivität, Ausdauer, Inspiration und Irritation, Vergangenes zu reflektieren, den aktuellen Moment zu genießen und Neues zu erschaffen.

Scott Berkun, Autor und Thought Leader, hat gesagt: „Many of histories wisest men retreated from their duties for a time and freed themselves from the conversations and commitments of normal life. Only then werethey able to discover, to transform, learn and understand themselves in ways that changed them and their world. They had to break chains and bonds to think freely. Only with new perspectives and priorities did they choose to return.“

Ungefähr ein Mal im Quartal ziehe ich mich für mehrere Tage zurück, manchmal an bekannte Orte (Schloss Moosheim), manchmal an neue Plätze (Schwarzwald), manchmal in die totale Abgeschiedenheit (Wüste Namibias), manchmal mitten hinein in eine belebte Welt (Explorer Hotel, Oberstdorf) und manchmal stelle ich mich dabei auch einer neuen Herausforderung (Lechweg, Alpenüberquerung auf dem E 5).

All diese Orte erlauben es mir, Zeit in und mit der Natur, mit mir und meinen Gedanken zu verbringen und Anstrengungen sowie Herausforderungen zu durchleben. Diesen aktiven, von innen und von außen getriggerten Stimulus nutze ich, Neues entstehen zu lassen, mich und meine Persönlichkeit zu reflektieren und Altes zu verabschieden.

Zuletzt war ich für drei Tage in Oberstdorf, im Südzipfel Deutschlands. Die Nähe zu den Bergen, die Landschaft, die anderen Sinnesreize sind eine große Motivation und Stimulation für meine Kreativität. Das Explorer Hotel bietet den perfekten Rahmen dafür – Menschen, die mich mit ihrer Lebenseinstellung inspirieren und eine Geisteshaltung verinnerlichthaben, die für mich eine Quelle von Tatendrang, Gesundheit und Wohlbefinden sowie persönlichen Fortschritt bedeutet.

Die Umgebung lockt mich gleich morgens nach draußen, um mit meinem Paraglider Berge erklimmen, später ins Tal zu fliegen und direkt neben dem Hotel zu landen. Die einsamen Pfade lassen mich ohne direkte Orientierung meiner Leidenschaft, dem Trail-Running, folgen, durch Wälder, über Bäche, hinauf auf die Berge, hin zu den Almen.

Im Hotel mit seiner guten Infrastruktur kann ich „barrierefrei“ meine Gedanken in Worte fassen und zu Papier bringen, daraus Handlungen und Konzepte entstehen lassen. Aus diesen wiederum wachsen neue Gewohnheiten nicht nur für mich, sondern auch für meine Umwelt. Dasformt den Charakter – sowohl meinen als auch den der Menschen, die mich umgeben. Manchmal bewusst, manchmal unbewusst. Bei all diesen Unternehmungen sind mein Notizbuch und mein iPad immer dabei. Ein Gedanke könnte kommen, eine Idee aufflammen, ein Konzept am Horizont sichtbar werden, und diese besonderen Momente möchte ich einfangen und in die reale Welt hinüberretten.

Was also verbinde ich mit dieser besonderen Art der Auszeit?

  • Zeit zum Nachdenken
  • Auf meine Art alleine sein und mich besser kennenlernen
  • Mich mit meinen Ängsten und Nöten konfrontieren und mit ihnen klarkommen und sie bewältigen
  • Zeit und Raum, Neues zu erschaffen
  • Zeit und Raum, runterzukommen und inneren Frieden zu finden
  • Zeit und Raum, zu reflektieren was ich erreicht habe und was ich daraus lerne
  • Isolation von anderen Einflüssen und Zeit und Raum, um die eigene Stimme weiter zu kräftigen

Wann hast Du das letzte Mal eine Auszeit genommen? Was hast Du über Dich gelernt? Was hast Du hinter Dir gelassen? Was hast Du Neues erschaffen?

Als Impuls hier einige Reflektionen bekannter Größen, um Dich zum Nachdenken und zum Handeln zu animieren:

  • Mozart: “When I am, as it were, completely myself, entirely alone, and of good cheer–say, traveling in a carriage or walking after a good meal or during the night when I cannot sleep–it is on such occasions that my ideas flow best and most abundantly.”
  • Einstein: “On the other hand, although I have a regular work schedule, I take time to go for long walks on the beach so that I can listen to what is going on inside my head. If my work isn’t going well, I lie down in the middle of a workday and gaze at the ceilingwhile I listen and visualize what goes on in my imagination.”
  • Kafka: “You need not leave your room. Remain sitting at your table and listen. You need not even listen, simply wait, just learn to become quiet, and still, and solitary. The world will freely offer itself to you to be unmasked. It has no choice; it will roll in ecstasy atyour feet.”
  • Goethe: “One can be instructed in society, one is inspired only in solitude.”

 

Meine Buchempfehlung

In letzter Zeit beobachte ich, dass neue Männermagazine in den Regalen der Zeitschriftenläden auftauchen. Damit meine ich keine einschlägigen Magazine, sondern die, die die wahre Männerseele ansprechen: das innere Ich, nicht das Kind im Mann, sondern den Jäger, den Sammler, den Naturburschen. Den, der in der Wildnis zu Hauses ist.

Die Schnelligkeit, die Unsicherheit, die Komplexität und Vieldeutigkeit unserer modernen Welt erfordern es immer mehr und deutlicher, dass wir uns erden, wieder zurück zum Ursprung zu kommen, unser wahres Ich sehen und erleben. Das Credo heißt: Raus in die Natur und hin zu mir selbst.

Das Buch „Walden“ fasst aus meiner Sicht all das zusammen. Geschichten vom Leben im Wald, vom Erleben der Natur, vom Ausprobieren und Erlernen totgeglaubter Techniken und Fertigkeiten – all das ist hier beschrieben und bereitet Dich darauf vor, den Fuß in die Natur zu setzen, es zu wagen, sich zu erleben und zu überleben.

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Soziale Momente

Letzte Woche Freitag durfte ich meiner Mission und Berufung folgend etwas geben, was ich früher erhalten habe - Impulse, Erfahrung und Inspiration. Mit über 20 Teilnehmern konnte ich auf dem GPM Young Crew Workshop ihr "Warum" und ihren "Zweck der Existenz" erarbeiten und diese zum Leben erwecken - und das auf neue und bunte Art und Weise ;)

Wenn der Sohn bei der SpVgg Bomber aufläuft, dann darf der Vater natürlich nicht fehlen. Dann wird tatkräftig zusammen mit anderen Vätern am Spielfeldrand unterstützt.

 

Ich wünsche Dir einen tollen Start in die Woche.
Dein Torsten J. Koerting

 

Foto by ilfotokunst, fotolia.com

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