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2014-10-31 0 612

Nicht ohne die Linienorganisation!

Tritt ein Turnaround-Projektmanager ein neues Projekt an, bekommt er nicht nur große Verantwortung übertragen, sondern auch entsprechende Befugnisse und Kompetenzen. Da kann es schnell passieren, dass er Entscheidungen trifft oder Herangehensweisen initiiert, die denen der Linien- bzw. Aufbauorganisation widersprechen.

 

Widerstand muss nicht sein

Was dann geschieht, ist klar: Die verantwortlichen Manager der Linien- bzw. Aufbauorganisation fühlen sich in ihrer Autorität untergraben und bauen Widerstände gegen das Projekt auf, das der Turnaround-Projektmanager gerade führt. Schlimmstenfalls beginnen sie, aktiv dagegen vorzugehen.

Diese Widerstände und Gegenpole müssen aber nicht sein! Sie müssen erstens generell nicht sein – denn es wird immer auch Verantwortliche aus der Linienorganisation geben, die die Entscheidungen des Turnaround-Projektmanagers unterstützen. Und sie müssen zweitens nicht sein, weil ein Turnaround-Projektmanager viel dafür tun kann, dass diese Widerstände gar nicht erst entstehen.

 

Umsichtig, überzeugend, unerbittlich

Um Widerstände und Gegenpole zu verhindern, darf ein Turnaround-Projektmanager vor allem sein Projekt nicht einfach so durchziehen, ohne nach links und rechts zu schauen. Er muss vielmehr die Linienorganisation im Blick haben und deren Vertretern bzw. Verantwortlichen seine Entscheidungen und Handlungsweisen so kommunizieren, dass sie die Möglichkeit haben, diese zu unterstützen. Das heißt nicht, dass er sich in Gesprächen umstimmen lässt oder seine Entscheidungen revidiert! Er sollte vielmehr durch gute Argumente und mit all seiner Überzeugungskraft dafür sorgen, dass er die Linienorganisation „mitnimmt“ und deren Unterstützung bekommt.

Das nützt niemandem mehr als ihm selbst – denn wenn seine eigenen Teammitglieder merken, dass die wesentlichen Verantwortlichen aus der Linien-/Aufbauorganisation die Entscheidungen des Turnaround-Projektmanagers mittragen, dann werden sie selbst auch mit einer ganz anderen Motivation die Dinge umsetzen, die anstehen.

Kann der Turnaround-Projektmanager die Verantwortlichen aus der Linie nicht alle mit ins Boot holen – dann muss er das in Kauf nehmen. Er wird es niemals allen Recht machen können. Er muss hinter seinen eigenen Entscheidungen stehen, denn – und das ist entscheidend – die Krise geht vor!

 

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