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2014-07-19 0 425

Moments of Impact – strategische Gespräche ohne Blabla

Wie viele von uns sitzen tagein, tagaus in endlosen Meetings mit wenig oder keinen Ergebnissen? Speziell, wenn es um die taktische oder strategische Ausrichtung eines Unternehmens geht, werden wir mit Slidedecks überzogen und "Talkfests" ausgesetzt.

 

If you are sitting in a room with lots of Powerpoint-Slides, not much can go wrong, but also, not much can go right.

Lisa Kay Solomon ist ein Vordenkerin in diesem Feld und hat ihre Erkenntnisse in einem Buch, Moments of Impact, veröffentlicht. Sie steht schon seit jeher auf meiner Speaker-Bucket-List. Das erste Mal erlebte ich sie im Zuge des Business Design Summit 2012 in Berlin. und nun erlebte ich sie wieder. Gemeinsam mit Patrick van der Pijl, CEO von BMInc, hielt sie in Amsterdam einen Eintages-Workshop zu ihrem Thema in den Niederlanden – im Zuges des Buchlaunchs hält sie sich gerade dort auf.

Ihre These ist, dass sinnlose, ineffiziente Meetings eine Welle an ebenso ineffizienten Meetings nach sich ziehen. Umso wichtiger ist es, die Ursache zu bekämpfen und speziell strategische Diskussionen und Gespräche gewinnbringend zu gestalten.

Moments of Impact - Designer_Fotor

Diese fünf Punkte gehören aus ihrer Sicht dazu:

  1. Define the Purpose
    Warum findet dieses Meeting statt? Das Warum bestimmt alles und ist Wegweiser für das Ausgestalten, die einzuladenden Personen, den Ort, an dem es stattfindet, die Agenda, das Format und so vieles mehr. Es ist der entscheidende Punkt, mit dem es zu beginnen gilt.
  2. Engage multiple Perspectives
    Oft ist nur das Management-Team, das Projekt-Team oder eine andere eingeschworene Gruppe an einem Meeting beteiligt. Um ein Meeting jedoch gewinnbringend zu gestalten, ist es erforderlich, unterschiedliche Standpunkte und neue Impulse und Ideen aufzunehmen. Diese bekommt man jedoch nur, wenn man unterschiedliche Parteien und Beteiligte einlädt und diese auch entsprechend mit einbindet. Denn nur durch Diversität kann Neues und Nachhaltiges entstehen.
  3. Frame the Issue
    Ähnlich wie im Projektmanagement lauten die wichtigen Fragen: "Was ist drin (In-Scope)?" und "Was ist draußen (Out-of-Scope)?". Was soll besprochen werden und was nicht? Was lassen wir laufen und was nicht? Das, was drin ist, sollte visualisiert werden. Das könnte eine simple Agenda sein oder auch eine Landkarte, die den Weg und das Ziel beschreibt, auf das man sich gemeinsam zubewegt, oder es kann einfach nur eine "bleibende" Geschichte sein, die zu der im Meeting zu beantwortenden Kernfrage führt. Im Wesentlichen geht es darum, "den Film", den einige möglicherweise in Bezug auf das anstehende Meeting im Kopf haben, zu vereinheitlichen.
  4. Set the Scene
    Der Rahmen ist aus ihrer Sicht entscheidend – und ich kann das nur bestätigen. Wenn die Meetings, die einen bleibenden Eindruck hinterlassen sollen, am selben Ort stattfinden wie all die anderen Meetings, werden sie keinen Effekt haben. Der gleich Raum, immer und immer wieder, im gleichen Gebäude. Der Raum, und sein Setting und seine Ausstattung, das Licht, das Umfeld und vieles mehr, haben einen entscheidenen Einfluss auf das Meeting an sich und das Verhalten der Teilnehmer. Farben, Licht, die Andersartigkeit wirken auf das Befinden der Teilnehmer und somit auf ihr Verhalten und die Geisteshaltung, mit der das Meeting geführt wird.
  5. Make it an Experience
    "Made to Stick", das gilt schon bei Geschichten, im Marketing – warum nicht auch bei Meetings? Wenn solche Meetings eine wichtige Erfahrung sind und einen bleibenden Eindruck hinterlassen, dann werden die erreichten Ergebnisse auch nachhallen. Es reicht eben nicht nur, eine spannende Agenda zu erstellen, sondern es gilt, die Einstellung der Teilnehmer zu verändern, sie mitzunehmen auf eine Reise, deren Ziel sie verstehen. Eben nicht das Bauen des Schiffes in den Vordergrund zu stellen, sondern von der Insel zu erzählen, auf die man zusegeln wird. Die Erfahrung, die Experience, ist die Summe aller Elemente und besteht aus vielen Puzzleteilen, die es zusammenzufügen gilt. Viele gute Momente machen eine nachhaltig gute Erfahrung.

You need to create many 'AHA-Moments', to make it stick and an experience

Das Buch, und besonders Lisa ist sehr zu empfehlen, sehr inspirierend und nachhallend. Ich kann nur allen raten, das Buch zu lesen. Probieren Sie die Dinge aus, die darin beschrieben sind! Sie werden staunen!

 

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