Wie geht Erfolg? Oder:
Warum Sie unbedingt herausfinden sollten, welchen Wert Sie für andere haben.

Als ich die Einladung zur diesjährigen Blogparade des BA Camp erhalten habe zur Fragestellung „Was trägt eurer Meinung dazu bei, dass Ideen und Konzepte erfolgreich realisiert werden?“, wusste ich sofort, welchen Impuls ich Ihnen hierzu geben möchte. Zum Thema Erfolg im Beruf gibt es in meinem Fall einen Ursprung für meine Einstellung und meine Vorgehensweisen.

Erfolg kommt nicht von ungefähr. Er stellt sich nur dann ein, wenn Sie ihm einen passenden Nährboden bereiten. Und dieser Nährboden besteht aus 4 + 1 Faktoren – sie bilden ein Muster, eine Anleitung für Erfolg. Ich habe dieses Muster beim Paragliding in Namibia kennengelernt. Hier habe ich beschrieben, warum es nicht nur für sportliche Aktivitäten gilt, sondern auch für jeden professionellen Kontext.

Vor 20 Jahren begann für mich das, was sich zu einer der größten Leidenschaften meines Lebens entwickeln sollte: Ein paar Freunde nahmen mich zu einem Paragliding-Kurs mit – und ich fing sofort Feuer. Am Ende des Kurses – in dem wir lernten, ungefähr 400 Meter hohe Berge hinunter zu fliegen und im Tal sicher zu landen – bekam ich meine Fluglizenz. Trotzdem war ich alles andere als ein guter Paraglider. Ich landete in Bäumen und in Zäunen und machte mir nicht nur beim Start in die Hosen, sondern auch während des Fluges und erst recht während der Landung. Trotzdem: In der Luft zu sein, die Welt von oben zu betrachten, nur den Gleitschirm und den Himmel über mir, war einfach das Größte!

 

Zahllose Starts und Landungen

Kurz danach geriet das Fliegen in den Hintergrund: Ich bekam ein Jobangebot in New York und nahm es an. Zwei Jahre später jedoch, nach meiner Rückkehr, wollte ich wieder fliegen. Mit einem Wochenend-Kurs zur Auffrischung meiner Erfahrungen sollte das doch wohl möglich sein! Von wegen! Bei diesem Kurs traf ich den früheren Weltmeister im Paragliding, André Bucher, und er überzeugte mich davon, dass es wohl etwas mehr als nur ein Wochenende bräuchte, bis aus mir ein respektabler und sicherer Paraglider werden würde.

Er erzählte mir von einem Fluggebiet, in dem die besten Trainingsbedingungen herrschen: Perfekter Wind von 10 Uhr morgens bis 4 Uhr nachmittags, jede Menge Sand für weiche Landungen und außerdem eine sehr gute Infrastruktur, unberührte Natur und ideales Wetter. Mit einem Wort: Namibia.

In den darauffolgenden drei Jahren verbrachte ich mehr als zwölf Wochen in diesem fantastischen Land und lernte das Paragliding – aber nun richtig! Um diesen Sport wirklich zu beherrschen und stressfrei zu fliegen, muss man vor allem beim Start und bei der Landung sicher sein. Also übte ich. Pro Woche mehr als 1.000 Starts und Landungen. Seither gehe ich alle zwei bis drei Jahre für ein bis zwei Wochen nach Namibia, um meine Technik aufzufrischen, Neues zu lernen und meine Sinne und Wahrnehmung wieder neu auszurichten.

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Angst ging, Dankbarkeit kam

Schon nach den ersten Wochen mit meinem neuen Trainer André Bucher wurde das Paragliding Teil meines Körpers und meines Nervensystems. Alles, was ich während des Starts, des Fluges und der Landung tun musste, tat ich irgendwann intuitiv. Ich hatte keine Angst mehr. Mit rauen Flug- und Wetterbedingungen, wie sie zum Beispiel in den Alpen herrschen, konnte ich gut umgehen. Ich liebte jede einzelne Sekunde, die Angst war weg.

Meine Begeisterung fürs Fliegen motivierte mich dazu, die nach wie vor größte und umfangreichste Online-Präsenz für Paraglider einzurichten (www.paragliding365.com). Ich machte meine Motor-Paragliding-Lizenz und die Tandem-Lizenz, damit ich auch andere Menschen mitnehmen und ihnen dieses wunderbare Erlebnis bieten konnte. Ich war in unzähligen Fluggebieten dieser Erde unterwegs.

Ich bin sehr dankbar, dass ich zu den wenigen Menschen gehören darf, die jemals die höchsten Dünen von Namibia und damit der Welt geflogen sind – eine Erfahrung, die sich weder mit Worten noch mit Bildern beschreiben lässt. 200 Meter über einer 400 Meter hohen Düne zu schweben oder steil aus einem weiten Tal aufzusteigen, während die Sonne aufgeht, die Landschaft in ein magisches Licht hüllt und ein Meer aus roten Dünen auf mich zurollt – unfassbar. Heute ist es für mich das Schönste, mit meinem Paraglider-Rucksack einen Berg hinaufzuwandern, oben zu übernachten und am nächsten Morgen, bei Sonnenaufgang, hinunter zu fliegen und dann mit meiner Familie zu frühstücken.

 

Die 4 + 1 Faktoren des Erfolgs

Mit meiner Paraglider-„Karriere“ folgte ich intuitiv 4 + 1 Faktoren, einem Muster, das heute für mich die Anleitung für Erfolg schlechthin ist. So sieht es aus:

1. Verlassen Sie Ihre Komfortzone und die alten, ausgetretenen Pfade. Gehen Sie neue Wege.
Nachdem ich meinen ersten Paragliding-Kurs absolviert hatte, war ich ein lausiger Paraglider. Zum Glück fand ich damals meinen exzellenten Trainer, der mich ausbildete. Ein guter Lehrer war er vor allem deshalb, weil er es schaffte, mich permanent aus meiner Komfortzone herauszuholen und in meine Stretchzone zu bringen. Das ist der Bereich, in dem man über seine Grenzen hinauswächst und sich weiterentwickelt – ohne in die oft so verhängnisvolle Stresszone zu geraten, in der Weiterentwicklung und Lernen blockiert sind. Nicht nur das Lernen bei meinem Lehrer fand jenseits meiner Komfortzone statt. Auch Namibia selbst war eine große Herausforderung für mich – eine ganz neue Umgebung, eine andere Kultur, ein viel höherer Reiseaufwand, der Alltag von ganz anderen Widrigkeiten und Unsicherheiten geprägt. Das alles flößte mir großen Respekt ein. Es war ein komplett neuer Weg für mich, den ich eingeschlagen hatte.

2. Bauen Sie Ihren Erfolg auf vielen kleinen Erfolgen auf.
Dass ich es schaffte, zu einem erfolgreichen und sicheren Paraglider zu werden, geschah nicht an einem Tag. Dieser eine große Erfolg setzte sich aus vielen kleinen Erfolgen zusammen. Viele kleine Schritte, die zu einem großen Schritt werden. Ich war sehr, sehr oft in Namibia, insgesamt mehrere Monate, und jeden Tag habe ich trainiert. Ich flog Tausende, wenn nicht Zehntausende Starts und Landungen. Normalerweise macht ein Paraglider in einer Trainingswoche 30 bis 40 Flüge. Ich habe in meinen Trainings in Namibia Hunderte Starts und Landungen jeden Tag gemacht. Erfolg besteht darin, dass man Dinge wiederholt. Hundertmal, tausendmal, zehntausendmal. Und jede erfolgreiche Wiederholung zahlt auf den einen großen Erfolg ein.

3. Agieren Sie in Ihrem Kern – dort, wo Leidenschaft, Substanz, Erfahrung und Ihre Mission eine Schnittmenge bilden.
Immer wieder nach Namibia zu fahren, viel Zeit und Geld in ein privates Hobby zu investieren, um sich von einem der besten Trainer der Welt ausbilden zu lassen und kontinuierlich zu wachsen – das ging nur, weil ich für diesen Sport brannte. Und nicht nur das: Ich brannte für die Natur, für Namibia, dafür, jeden Tag neue Dinge zu erfahren und zu lernen. Sprich: Ich brachte Leidenschaft mit. Und baute, dadurch dass ich diese

Leidenschaft lebte, Substanz und Erfahrung auf. Außerdem hatte ich eine Mission: Ich wollte ein sicherer und souveräner Paraglider werden. Nie wieder wollte ich die Ängste und die Unsicherheit verspüren, die mich am Beginn meiner Paraglider-Karriere bei jedem Start und jeder Landung ausgefüllt hatten. Mehr noch: Ich wollte einer der Besten in dieser speziellen Disziplin des Groundhandlings werden, also des Fliegens nahe am Grund. Ich wollte lernen, wie ich später in den Alpen von jedem beliebigen Startplatz aus – der vielleicht gar kein richtiger Startplatz, sondern nur ein Geröllfeld war – sicher starten kann. Auf irgendeinen beliebigen Berg steigen und zurückfliegen ins Tal: Das war mein Traum. Diese Mission trieb mich an. Dafür gab ich alles. Irgendwann agierte ich dann in meinem Kern – meine Leidenschaft fürs Fliegen kam mit meiner Substanz, meiner Erfahrung und meiner Mission zusammen. Sobald dies geschieht, ist der Erfolg programmiert.

4. Erzeugen Sie zwei Millimeter Unterschied
Es gibt Menschen, die unter einem mangelnden Selbstwertgefühl leiden, weil sie zum Beispiel ihre Nase als zu groß empfinden. Dann gehen sie zum Schönheitschirurgen, lassen die Nase um zwei Millimeter verkleinern und eine erstaunliche Veränderung tritt ein. Diese Veränderung beruht jedoch nicht darauf, dass die Nase um zwei Millimeter kleiner geworden ist; kaum jemand wird dies bemerken. Die Veränderung beruht vielmehr auf einer anderen inneren Haltung, die der operierte Mensch einnimmt. Er spricht anders über sich selbst, nimmt eine neue, aufrechte Haltung ein und richtet seinen Fokus nicht mehr auf seine vermeintlich hässliche Physiognomie, sondern schaut sich jeden Morgen seine neue schöne Nase im Spiegel an und freut sich. Das Resultat: Er strahlt Selbstbewusstsein aus. Ganz ähnlich habe ich dies auch beim Paragliden erlebt. Ich wurde mir darüber klar, was meine Leidenschaft ist, wo ich Substanz und Erfahrung biete und hatte außerdem eine Mission, eine Berufung, die mich antrieb – und strahlte dadurch ganz automatisch Klarheit, Sicherheit und Souveränität aus. Dies zog andere Menschen fast magisch an. Ich gründete die nach wie vor größte und umfangreichste Online-Präsenz für Paraglider (www.paragliding365.com), ich war auf Messen präsent, ich nahm andere Menschen zum Fliegen mit. Dies hätte ich ohne ein klares Bewusstsein darüber, für was ich in diesem Kontext stehe und was mich ausmacht, nicht geschafft. Genau das waren die zwei Millimeter Unterschied.

 

4+1 Machen Sie Ihren Erfolg zu einem Selbstläufer
Heute weiß ich: Diese vier Faktoren, die ich bislang aufgezählt habe, bilden ein Muster, eine Anleitung für Erfolg. Dies gilt nicht nur für private Hobbys und Leidenschaften, sondern ganz besonders auch für die berufliche Karriere: Verlassen Sie Ihre Komfortzone, gehen Sie in die Stretchzone, erobern Sie sich ganz bewusst neue Gebiete. Seien Sie sich bewusst, dass viele kleine Erfolge zu einem großen nachhaltigen Erfolg führen. Jede kleine Veränderung, jede kleine Iteration, jede kleine Wiederholung zahlt auf einen großen Erfolg ein – auch wenn es sich in dem jeweiligen Moment vielleicht nicht so anfühlt. Werden Sie sich bewusst darüber, wo Ihre Leidenschaften liegen, was Sie in der Substanz und in der Erfahrung ausmacht. Was Sie können und wissen, welche Talente  Sie haben, auf denen Sie aufbauen können, welchen Wertbeitrag Sie leisten. Und machen Sie sich auch bewusst, was Ihnen in einem bestimmten Bereich noch fehlt, damit Sie richtig gut sind. Suchen Sie sich Menschen, die mit Ihnen daran arbeiten, diese fehlenden Fähigkeiten noch auszubauen. Finden Sie Ihre Berufung, Ihre Mission – ergründen Sie, was Sie eigentlich antreibt, das zu tun, was Sie tun. Und dann machen Sie sich bewusst, wie sehr all diese Komponenten dazu beitragen, die zwei Millimeter Unterschied auszumachen.

Beobachten Sie und seien Sie stolz darauf, wie sich Ihre Ausstrahlung in Begegnung mit anderen Menschen, in Gesprächen, auf Messen, in Vorträgen verändert hat und immer noch verändert. Wie sicher, souverän und klar Sie geworden sind. Wie genau Sie wissen, was Sie können und welchen Beitrag Sie leisten. Andere werden diese Ausstrahlung wahrnehmen und entsprechend darauf reagieren – indem sie Ihnen genau das zutrauen, wofür Sie stehen. Auftrag- oder Arbeitgeber werden Sie in diesen Bereichen engagieren, mit Aufgaben betrauen usw. Und so wird Ihr Erfolg zu einem sich selbst verstärkenden System.

Wenn Sie diese Erfolgsfaktoren oder dieses Muster für Erfolg verinnerlicht haben und sich genau bewusst gemacht haben, an welcher Stelle, in welcher beruflichen Aufgabe sich Ihre Leidenschaft, Ihre Substanz, Ihre Erfahrung und Ihre Mission begegnen – dann wird sich Ihnen eine ganz neue Welt eröffnen. Ich habe diese Erfolgsfaktoren nicht nur beim Paragliding angewandt, sondern bin ihnen seither auch in vielen beruflichen bzw. professionellen Kontexten gefolgt. Und da, wo ich es nicht getan habe, können Sie es an den Ergebnissen sehen … 😉

In diesem Sinne: Viel Erfolg für Sie!

 

How to master any skill you want !

It has been 20 years ago when I got attracted to paragliding. with some friends I attended a course to obtain my license to fly legally. after a couple of weeks flying from 400 meter high launch sites under safe conditions and land in the valley I got my license. how ever, I was still a lousy paraglider pilot … I launched into trees, I crashed into fences while landing and I always
shit my pants at launch, while flying and at landing. it was a miserable experience, unsafe and dangerous.

 

Meanwhile I grabbed a job opportunity in New York and after returning 2 years later in 1998, I wanted to do a so called ‚refresher‘. A weekend to get back used to flying … if you could call it like this.

By coincident I got introduced to a former world champion who realized that it needs more then a weekend for me to become a safe paraglider. He attracted me to an environment where you have the best conditions to train. perfect wind from 10am to 4pm, sand that is forgiving and a great infrastructure, environment and weather. Namibia.

In the next three years I spent more then 12 weeks on the Southern Hemisphere to master the skill of paragliding. being perfect on the ground means, your safe at launch and during landing. important skills to fly stress free. More than a thousand launches and landings can be accomplished during a week like this.

Since then I came back every 2-3 years to refresh my skills, obtain new ones, and rewire my senses and DNA.

Repetition is the mother of all skill.

After the first weeks paragliding became already part of my body and my nerve system. what was miserable before, I now enjoyed being in the Alps, being able to handle challenging conditions when the wind is not perfect or the air is a little turbulent. I have seen so many paragliders struggling but didn’t get tired in telling them what I experienced.

Since then I developed what is still the biggest and largest online presence for paragliders (www.paragliding365.com), I had so much joy in doing this sport and a complete new world opened up for me, so relaxed, walking up almost any mountain and flying down, I did my tandem license and the motor paragliding license, took passengers with me in a safe way, handled critical situations easily and I visited and flown many outstanding flying sites in the world. today I enjoy most to walk up a mountain, stay there for one night and fly down at sunrise and having breakfast with my family.

This year I am again so grateful and I feel so privileged to be under a handful of people in the world that have ever flown the highest dunes in namibia and in the world. an experience that cannot be covered in words, nor in pictures. it will just give you a glimpse, a small portion of what it really feels like to fly 200 meter higher than a 400 meter high dune, rising steep out of
a flat valley, while the sun is setting and putting the entire landscape into a magical atmosphere and a red see of solidified ocean waves appears.

So, what’s the pattern to master any skill, the pattern that I used by coincident, not because of a conscious decision but by accident. I got introduced to it by Tony Robbins 4 years ago at his ‚unleash the power within‚ event.

  1. Modeling

    find the best trainer you can gethold of and that you can afford. not the one close to you, but the best! In my case it was a former world champion with many great characteristics at that time.

  2. Total Immersion

    fully dive into the topic. do nothing then this, for days or even weeks, isolate from the world and fully immerse into the content and practice, like I did in namibia. this is far more intense and expedient than doing something for an hour per week.

  3. Space Repetition

    come back from time to time, realign and refresh your skills, learn new ones, and rewire your body and again by immersing into the topic. I came back to namibia and some other areas to see my trainer to do exactly that.

With this pattern you are able to master any skill you want. whether it’s learning a new sport, playing an instrument, a specific profession or something for your job, a language, what ever it is. use this pattern and you will see that an entire new world will open up for you, like it did for me.

I used this concept many times since then, and where I didn’t … you can see it by the results smile emoticon.
And again something that I am really grateful for.

I love you, thank you.

 

Build Your Business – drei Geschäftsideen in den Startlöchern

Eine Online-Plattform, über die Kunden von Lebensmittel-Einzelhändlern ihre Bestellung zur Abholung aufgeben – eine Software-Lösung für die besonderen Herausforderungen des öffentlichen Personennahverkehrs –  ein exklusiver Online-Marktplatz für Trainer und Moderatoren: Das waren die Geschäftsmodelle, an denen die 14 Teilnehmer in drei Teams im letzten Build Your Business-Workshop arbeiteten. Was am Anfang noch unstrukturierte Ideen waren, präsentierten die Teilnehmer am Ende in fundierten und bereits validierten „Mini New Business Cases“. Diesen Prozess live zu erleben, ist immer wieder faszinierend – und die Energie und Begeisterung der Teams ansteckend! Gutes Gelingen weiterhin und allen Teams viel Erfolg bei der Umsetzung! Haut rein!

 

[quote title=“Build Your Business“ Text=“Die analytische Herangehensweise und die Impulse von außen helfen, das eigene Tun auf die richtigen Schwerpunkte zu lenken.“ name=“Christian Ahrenkiel“ name_sub=“Adesso AG“]

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[quote title=“Buid your Business“ Text=“Es lohnt sich, den Workshop mehrfach zu besuchen – neue, einfache, aber wirkungsvolle und leicht umsetzbare Methoden für die Praxis.“ name=“Mikko Mannila“ name_sub=“Stattys“]

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In dieser Ausgabe des Build Your Business-Workshops habe ich etliche neue Tools und Methoden eingesetzt, die ich als Impulse aus meinem FORTH Facilitator-Training mitgebracht habe. Dazu gehört beispielsweise IDEKU – Finn Kollerup hat diese Methode entwickelt, mit der sich zu einer Kernfrage bzw. zu einem Problem innerhalb von 20 Minuten 64 Lösungsansätze entwickeln lassen. Auch zur Analyse der Wertströme eines Geschäftsmodells und zur Aufbereitung der Business-Konzepte hatte ich neue Methoden im Gepäck. Allen war eines gemein: Sie brachten die kritischen Punkte aller präsentierten Geschäftsmodelle ans Tageslicht und zwangen die Teams, sich intensiv damit auseinanderzusetzen. Einen gewissen Ausgleich boten die beiden Impuls-Vorträge „Walk Your Mind“ von Dorothee Köhler und „Sinnvoll auftreten“ von Marion Kästner. Um gute Ideen zu haben, ist Bewegung immer wichtig!

[quote title=“BUILD YOUR BUSINESS“ Text=“Wir haben kreativ gearbeitet und nehmen Schwung mit zur Weiterentwicklung unserer Initiative für Verkehrsbetriebe.“ name=“Jens Spitczok“ name_sub=“Adesso AG“]

 

FORTH Innovation: ein Resümee

Eine sehr intensive Woche mit fünf Tagen tiefgehendem Training später kann ich nun besser einschätzen, für wen bzw. welche Situation sich die FORTH Innovation-Methode eignet und für wen/welche nicht:

 

  1. FORTH ist ein valides Toolkit, mit dem sich der Start eines Innovationsprozesses gut und kreativ struktruieren lässt.
  2. Es ist ebenfalls eine sehr geeignete Methode, um Produkte und Services zu entwickeln, neue Märkte zu erschließen oder Business Cases zu suchen.
  3. FORTH eignet sich jedoch NICHT, wenn Geschäft und Umsätze deutlich nachgelassen haben und eine Innovation akut und dringend nötig erscheint – und genauso wenig, wenn im Unternehmen die Einschätzung herrscht, dass alles gerade sehr gut läuft und gar keine Innovation nötig ist. Wer auf der Suche nach dem Stein der Weisen oder dem Heiligen Gral ist, sollte ebenfalls die Finger von FORTH lassen. Denn eine Garantie, dass man diesen Stein der Weisen oder Heiligen Gral findet, gibt es nicht.
  4. Wenn ein Unternehmen jedoch hungrig nach Innovation ist, diese in seiner DNA verankern will (oder Innovation schon als Core Value lebt) und generell eine von Vertrauen geprägte Unternehmenskultur pflegt – dann ist FORTH der passende Ansatz. Denn FORTH bettet sich hervorragend in bereits bestehende Innovationsmethoden ein und adressiert deshalb einen ganz bestimmten Markt.

Innovation wird in Zeiten wie diesen immer wichtiger. Bestehende Geschäftsmodelle stehen zunehmends auf dem Prüfstand bzw. werden durch andere Marktteilnehmer kopiert und damit „zerrüttet“. Denken Sie nur an Apple mit seinem iPhone und dem AppStore, dessen Einführung bestehende Geschäftsmodelle und vermeintlich komfortable Situationen von Blackberry und Nokia stark gefährdet. Daraus folgt: Unternehmen, die an ihren Geschäftsmodellen festhalten und keine Innovationen hervorbringen, gefährden ihr Überleben!

[quote title=“FORTH Innovation“ Text=“FORTH Innovation ist das Ende vom Anfang. Auf geht’s!“ name=“Torsten J. Koerting“ name_sub=“The Innovation Expedition“]

Die FORTH Innovation-Methode strukturiert als visuelles praktisch anwendbares Toolkit das kreative Chaos, das den Beginn jedes Innovationsprozesses ausmacht. Aufgeteilt in fünf Phasen (Abreisen, Entdecken, Entwickeln, Reflektieren, Ankommen) nimmt diese Methode alle Beteiligten auf eine 15- bis 20-wöchige Reise der Innovation: vom Innovationsauftrag über das Entdecken von Trends, anderen Innovationen, einflussreichen Kundenresonanzen über die Ideenentwicklung, Identifzierung von diversen Innovationsrichtungen und initialen Konzepten bis hin zu deren Test am und mit dem Kunden sowie der Erarbeitung der kleinen neuen Business Cases.

Für einen festen Preis in einem klar definierten Zeitraum entstehen nicht nur 1.000 Ideen, sondern im Zuge des Gesamtprozesses fünf eigenständige neue umsetzbare Business Cases für neue Produkte, Services bzw. neue Märkte und daraus resultierende neue Geschäftsmodelle – mit zum Startzeitpunkt ungewissem innovativem Inhalt.

 

BPUG – Projektkrisen erfolgreich managen

Am Montag, dem 17. Februar 2014 war es mal wieder soweit.

Seminarhotel, 35 wissbegierige und vernetzungswillige Menschen und dankbare Zuhoerer.

Ein besonderes Setting hat mich in diesem Fall erwartet. Auf Grund des ursprünglich geplanten Raumes und dessen Größe haben wir Stehtische bestellt und die Teilnehmer mussten – wollten für 2 Stunden stehen.

 

Zuerst ein Impulsvortrag zu den 5 Phasen des TurnArounds im Projekt Management und warum dieses Wissen und die Impulse wichtig sind.

Trotz aller Methodiken wird es wohl auch künftig Projekte geben, die unterm Strich hinter den Erwartungen zurückbleiben. Und da muss es sich gar nicht immer um die gerne bemühten Großprojekte wie den Berliner Flughafen, die Elbphilarmonie oder den EuroTunnel drehen. Manchmal reicht ein Blick ins eigene Kontor, um festzustellen, dass es gar nicht einer komplexen politischen Welt bedarf, um ein Projekt in die Erfolglosigkeit zu führen. Wie aber kann ich erkennen, ob mein Projekt (oder das meines Projektleiters) in Schieflage gerät? Und welche Handlungsoptionen habe ich noch, wenn das Schiff in schwere See kommt und zu sinken droht? Lieber den Schettino machen oder doch Verantwortung übernehmen?

Dann ein Überraschungsgast, Roger Dannenhauer, Co-Autor des Buches „TurnAround – wenn Projekte kopfstehen und klassisches Projektmanagement versagt“, hielt einen 15 minütigen Impulsvortrag zum Thema Geisteshaltung in Projekten sowie einige grundsätzliche Misslichkeiten in der westlichen Hemisphäre.

Weiter gings mit weiteren Impulsen, Methoden und Denkanstößen. Als kleine Auflockerung haben wir dann noch den Project Square verprobt und mit eigenen Cases angewendet.

Ein Super gelungener Abend. Danke für die Aufmerksamkeit und das tolle Feedback.

Hier nun die gezeigten Folien und ein kleiner 10 sec Impulsfilm des Abends.

Projekte scheitern – Projekt Krisen und TurnArounds erfolgreich managen from Torsten Koerting