Was Turnaround-Projektmanager vom Flug der Phönix lernen können

Was Turnaround-Projektmanager vom Flug der Phönix lernen können

1965 drehte Robert Aldrich „Flug der Phönix“, einen Spielfilm über einen Flugzeugabsturz in der Sahara. Turnaround-Projektmanager sollten ihn sich unbedingt anschauen – denn sie lernen daraus, auf welchen Moment es in einem Turnaround-Projekt ganz besonders ankommt.

Der Moment, in dem sich alles ändert

Die Opfer des Absturzes in „Flug der Phönix“ schmieden den Plan, aus den Wrackteilen der abgestürzten Maschine ein neues Flugzeug zu bauen, mit dem sie aus der Wüste entkommen können. Entscheidender Erfolgsfaktor dafür: Sie müssen es schaffen, eine der beiden Tragflächen über den Rumpf des abgestürzten Flugzeuges zu heben – eine Aufgabe, die lange Zeit unmöglich zu erfüllen scheint, zu schwach sind sie alle, zu schwer ist die Tragfläche, zu unzureichend die Werkzeuge. Aber – sie schaffen es dennoch. Sie hieven die Tragfläche über den Rumpf. Dieser Moment, in dem ihnen dies gelingt, ist der Tipping Point des gesamten Vorhabens. Keiner hätte es für möglich gehalten, und doch glückt es ihnen. Alle Beteiligten jubeln und feiern, und was sie eigentlich feiern, ist nicht das Tatsache, dass sie die Tragfläche über den Rumpf gezogen haben – sondern dass sie ab diesem Moment an den Erfolg der gesamten Aktion glauben. Es wird ihnen gelingen, aus den Wrackteilen ein neues Flugzeug zu bauen. Sie werden es mit dem wenigen noch vorhandenen Treibstoff starten können. Sie werden abheben. Sie werden der Wüste entkommen. Sie werden überleben.

Feiern Sie den Tipping Point des Projekts

Sie ahnen wahrscheinlich, worauf ich hinauswill: Diesen Moment, diesen Tipping Point, diese Sekunde, in der sämtliche Beteiligten spüren: Ja! Wir schaffen das! – den gilt es auch in einem Turnaround-Projekt zu erkennen und zu nutzen. Denn die Energie dieses Moments ist unfassbar groß. Mit dieser Energie gelingt es, durch das Tal der Tränen hindurch auf einen neuen Gipfel zu steigen und das Ziel nicht nur zu sehen, sondern auch den Weg dorthin als machbar zu erkennen. Sicherlich wird es danach auch noch schwere Wegstellen geben, die es zu überwinden gilt – aber die Vision, der Blick auf das große Ganze ist da. Und alle glauben daran.

Deshalb: Achten Sie als Turnaround-Projektmanager sehr intensiv darauf, diesen Punkt zu spüren, ihn herbeizuführen, sichtbar zu machen – und ihn dann mit allen gemeinsam zu feiern! Zeigen Sie Ihrem Team, dass alle gemeinsam es geschafft haben, das Unmögliche möglich zu machen! Von diesem Moment an ist der Erfolg des Projekts unausweichlich sicher.

 

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Torsten J. Koerting

Torsten J. Koerting is a project management-, paragliding- and Outdoor Enthusiast, Consultant, Author of several books and engaged as a speaker at many conferences. As Managing Partner at projectyzer he is specialised in supporting companies and organisations in reinventing their strategy as well as turning projects around that are in trouble. He worked in Europe, US and Australia for more than 20 years for global Blue Chips. He does hold the German and Australian Citizenship and lives with his wife and two kids between Europe and Australia. He is also a certified Bank Clerk, Executive Bachelor and Project Management Professional (PMI) and used to be Board Member of the PMI Queensland Chapter (Australia).

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