Das beste Team gewinnt

Das beste Team gewinnt

Mit der Erkenntnis, dass man das beste Team braucht, um gut arbeiten zu können, versetzt man sein Publikum sicherlich sofort in Tiefschlaf. Wahrscheinlich liegt es aber genau daran, dass sich keiner an diese Erkenntnis hält. Deshalb reite ich jetzt auch noch einmal darauf herum.

Zwei wesentliche Aufgaben

Unter den vielen wichtigen Aufgaben, die Sie als Turnaround-Projektmanager in einem neuen Projekt haben, stechen zwei besonders hervor:

  1. Sie müssen direkt zum Projektstart die besten Projektmitarbeiter identifizieren und um sich scharen.
  2. Sie müssen außerdem das bestehende und bereits agierende Team so zusammensetzen bzw. „umbauen“, dass es zum besten Team überhaupt wird.

Denn nur mit den Projektmitarbeitern, die die richtige Einstellung und die richtigen Fähigkeiten haben und sich in all ihrer Diversität optimal ergänzen, werden Sie die besten Arbeitsergebnisse und somit auch Ihre Ziele erreichen können.

Alle Hebel in Bewegung setzen

Sicher: Am besten ist es, wenn Sie als Krisenmanager gleich Ihr eigenes Team mitbringen, das nicht nur als Team, sondern auch in Krisensituationen aufeinander eingespielt ist – die sich ja immer sehr ähneln. Ein weiterer Vorteil eines solchen Teams: Es weiß auch, wie der Turnaround-Projektmanager tickt, auf was er Wert legt, wie die entsprechenden Aktivitäten zu initiieren und zu dokumentieren sind – das spart viel Zeit und Nerven. Aber das ist sicherlich eine Luxus-Situation, die sehr selten vorkommt.

Die Realität sieht meist so aus, dass der Turnaround-Projektmanager am Beginn seines Einsatzes erst einmal ganz alleine agiert und dann in und außerhalb des Projektkontexts diejenigen identifizieren muss, die motiviert sind, das neu gesteckte Ziel zu verfolgen und zu erreichen. Nachdem er sie identifiziert hat, gilt es für ihn, alle Hebel in Bewegung zu setzen, umzustrukturieren, umzuorganisieren, eventuell sogar mit dem HR-Bereich zu verhandeln, um genau die Mitarbeiter in sein Team zu holen und an sich zu binden, die gemeinsam mit ihm in der Lage sind, das Projekt zu drehen. Eine der Herausforderungen dabei ist es sicherlich, sich von den Mitarbeitern zu trennen, die den Wandel nicht mittragen wollen oder können.

Die Reorganisation des Teams sollte möglichst schnell, gleich zu Beginn des Turnaround-Projekts geschehen. Denn nur so lässt sich die Analyse der Situation zügig vorantreiben – und nur so wird das Team auch schnell handlungsfähig. Ein Turnaround-Projekt hat schließlich keine Zeit zu verlieren. Das Risiko, dass es endgültig scheitert, ist zu groß. Und nur das beste Team wird dies verhindern können.

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Torsten J. Koerting

Torsten J. Koerting is a project management-, paragliding- and Outdoor Enthusiast, Consultant, Author of several books and engaged as a speaker at many conferences. As Managing Partner at projectyzer he is specialised in supporting companies and organisations in reinventing their strategy as well as turning projects around that are in trouble. He worked in Europe, US and Australia for more than 20 years for global Blue Chips. He does hold the German and Australian Citizenship and lives with his wife and two kids between Europe and Australia. He is also a certified Bank Clerk, Executive Bachelor and Project Management Professional (PMI) and used to be Board Member of the PMI Queensland Chapter (Australia).

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